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Preiswerter Solar-MPPT für Arduino, ESP32, Meshtastic etc

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Preiswerter Solar-MPPT für Arduino, ESP32, Meshtastic etc

Wenn du in der Welt des Bastelns und IoT unterwegs bist, kennst du das: Man stößt auf günstige Module, die vielversprechend klingen, aber erst beweisen müssen, dass sie was taugen. So ging’s mir mit dem kleinen MPPT Solar Charger Controller (B0F4QZ1KMK). Ein Produkt ohne viel Rezessionen und von einigen "Noname" Herstellern angeboten. Ich war skeptisch, ob sich die Investition lohnt aber dachte mir im schlimmsten fall gehts eben retour– aber nach ausgiebigen Tests lautet mein Urteil: Ja, absolut, auch wenn’s ein paar Kleinigkeiten zu beachten gibt.

Was mir besonders gefällt

Von 5-24 Volt werden alle Spannungen unterstützt was es extrem Flexibel macht, als Bastler hat man ja doch meist noch das ein oder andere rumfliegen, da ist dieses Modul sehr universell einsetzbar. Auch bin ich ein großer Fan von Schraubklemmen für Kabel, kein löten oder große Steckverbinder. Es wird sowohl eine 18650 Zelle als auch jede andere Zelle mit PH2.0 Stecker unterstützt. Mittlerweile bekommt man ja schon einzelne Zellen mit 10.000mah, damit kann man schon einiges mit Strom versorgen. Auch die freie Wahl zwischen USB und einfachen Stromausgängen hat mich überzeugt, aus meiner Sicht gehts kaum besser.

Was ist das überhaupt?

Das Modul ist ein MPPT-Laderegler (Maximum Power Point Tracking) für kleine Solaranlagen. Es ist perfekt, um Solarpanels mit etwa 5 V (oder mehr) zu nutzen, um Lithium-Akkus wie 18650-Zellen zu laden. Es bietet praktische Features: mehrere Eingänge, Schutzfunktionen (z. B. gegen Überladung oder Tiefentladung) und flexible Ausgänge. Laut Produktbeschreibung ist es besonders vielseitig bei der Kompatibilität mit Solarpanels – und das hat sich in meinen Tests bestätigt.

Für Arduino-, ESP32- oder Meshtastic-Projekte ist das Teil super interessant: Es liefert stabile 3,7 V oder 4,2 V, um eine 18650-Zelle oder ein Akkupack zu laden, und versorgt gleichzeitig dein Projekt mit Strom, solange genug Solarenergie da ist.

Meine Erfahrungen: Was kann das Modul?

Ich habe das Modul unter realistischen Bedingungen getestet und war teilweise echt überrascht:

Funktioniert auch bei schlechtem Licht

Selbst bei Dämmerung oder dichter Bewölkung hat der Regler zuverlässig geladen, wenn ich ein 5-V-Solarpanel angeschlossen hatte. Der MPPT-Algorithmus scheint echt gut zu sein und holt auch bei schwachem Licht noch was raus. Das war für mich ein großer Pluspunkt, weil viele Module nur bei strahlendem Sonnenschein richtig funktionieren. Ich hoffe so einen wintertauglichen Meshtastic Node bauen zu können, ich werde berichten ob es auch im Winter durchhält.

Flexibel bei der Stromversorgung

Du kannst eine einzelne 18650-Zelle direkt ins Board stecken, und der Ladestrom wird automatisch geregelt. Alternativ kannst du über einen PH2.0-Stecker ein externes Akkupack anschließen. Diese Flexibilität ist klasse, wenn du mal größere Akkus nutzen oder dein Setup später erweitern willst.

Vom Zweifel zur Überzeugung

Wie viele Bastler war ich anfangs misstrauisch: Günstiger Preis, kein bekannter Hersteller – hält das wirklich, was es verspricht? In meinen Tests gab’s kleinere Enttäuschungen, aber insgesamt hat mich das Modul überzeugt. Die Ladeleistung war stabil, die Schutzfunktionen scheinen zu funktionieren, und das Modul hat sich auch bei wechselhaftem Wetter robust gezeigt. Nach ein paar Wochen im Einsatz sehe ich es als zuverlässige Lösung für Projekte, die unabhängig vom Stromnetz laufen sollen.

Der Haken: Dauerleuchtende LEDs

Ein kleiner Minuspunkt: Das Modul hat LEDs, die ständig leuchten. Das ist aus meiner Sicht unnötiger Stromverbrauch, vor allem, wenn du ein Low-Power-Projekt baust. Aber keine Sorge: Die LEDs lassen sich relativ einfach ablöten, wenn du jeden Mikroampere sparen willst. Ich hab’s bei einem Testaufbau gemacht, und es hatte keinen Einfluss auf die Funktion.

Wo glänzt das Modul?

Das Modul ist ideal für eine Reihe von Projekten, besonders in Kombination mit Arduino, ESP32 oder Meshtastic:

  • Solarbetriebene Sensoren oder Wetterstationen: Ein ESP32 mit Sensoren, der per Solarpanel läuft, wird zuverlässig versorgt – auch bei schlechtem Licht oder Teilverschattung.
  • Meshtastic- oder Meshcom-Nodes: Für Funknetzwerke, die autark laufen sollen, sorgt der MPPT-Regler dafür, dass die Knoten immer Strom haben.
  • Langzeitprojekte im Freien: Überall, wo du möglichst wenig Wartung (z. B. Akkutausch) willst, ist ein smarter Laderegler wie dieser Gold wert.
  • Experimente mit wechselnden Akkus: Dank der Flexibilität mit 18650-Zellen oder größeren Akkupacks eignet sich das Modul super für Prototypen, bei denen du flexibel bleiben willst.

Tipps für den Einsatz

  • Gute Verkabelung und Solarzellen: Selbst der beste MPPT-Regler kann nichts ausrichten, wenn die Solarzellen oder Kabel schlappmachen.
  • LEDs entfernen: In stromsparenden Projekten lohnt es sich, die LEDs abzulöten, um den Eigenverbrauch zu senken.
  • Ladestrom messen: Nutz ein Multimeter oder einen Logger, um zu prüfen, wie der Ladestrom bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen aussieht. So verstehst du, wie gut das Modul in deiner Umgebung arbeitet.
  • Wärme beachten: Wenn das Modul in einem Gehäuse oder in direkter Sonne sitzt, sorg für ausreichende Kühlung.

Fazit

Der Solar-MPPT-Laderegler B0F4QZ1KMK hat mich echt überzeugt – vor allem für den kleinen Preis. Für Arduino-, ESP32- oder Meshtastic-Projekte ist er eine solide und flexible Lösung, auch wenn du die kleinen Macken (wie die LEDs) im Blick behalten solltest. Mit ein bisschen Feintuning ist er perfekt für alle, die energieautarke Projekte bauen wollen.

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