OpenCellID ist das weltweit größte Open-Source-Projekt zur Sammlung und Bereitstellung von Mobilfunkzellendaten. Es ermöglicht Entwicklern, Forschern und Bastlern, Mobilfunknetze zu analysieren und innovative Anwendungen zu entwickeln.
Wie funktioniert OpenCellID?
Mobilfunkgeräte erfassen neben GPS-Koordinaten auch Daten von umliegenden Mobilfunkzellen, wie Cell-ID, MCC/MNC (Länder- und Netzcode) und Signalstärke. OpenCellID sammelt diese Informationen durch freiwillige Community-Beiträge. Die Datenbank umfasst Hunderte Millionen Datensätze und wächst stetig. Über die OpenCellID-API können Nutzer die Daten für vielfältige Anwendungen verwenden, z. B.:
- Lokalisierung von Mobilfunkzellen: Bestimmung des Standorts einer Zelle.
- Erstellung von Netzabdeckungskarten: Visualisierung der Netzqualität.
- Bewegungsprofile: Analyse von Bewegungsmustern.
- Tracker auf Mobilfunkzellen-Basis: Geräte ohne GPS grob orten, z. B. durch Triangulation, die anhand der Signalstärke mehrerer Zellen eine Position schätzt. Diese Methode ist weniger präzise als GPS (oft 100–1000 m Genauigkeit, abhängig von Zellendichte), verbraucht aber deutlich weniger Strom, was sie ideal für energieeffiziente Anwendungen macht.
- Netzabdeckungsvergleiche: Vergleich der Leistung verschiedener Anbieter.
API-Limits und Vorteile des Mitwirkens
Die Standard-API erlaubt Free Usern bis zu 5.000 Requests pro Tag – ausreichend für kleinere Projekte. Wer größere Datenmengen benötigt, kann durch aktives Hochladen von Messungen sein Limit erhöhen. Jede Messung erweitert die Datenbank und bringt zusätzliche API-Requests, wovon die Community und der Nutzer profitieren.
Empfohlene Hardware für Beiträge oder einen GPS Tracker
Um Daten zu sammeln, eignet sich ein Gerät, das GPS-Positionen und Mobilfunkzellen ausliest und hochlädt. Der LilyGO T-SIM ist ideal, da er:
- ein SIM800/7600 GSM/LTE-Modem integriert,
- GPS unterstützt,
- WLAN und Bluetooth bietet,
- mit Arduino oder ESP-IDF programmierbar ist,
- kompakt und stromsparend ist – perfekt für mobile Datensammler oder Tracker.
Mit solcher Hardware kann man z. B. einen energieeffizienten Tracker auf Mobilfunkzellen-Basis bauen, der via Triangulation ortet, zur OpenCellID-Datenbank beiträgt und das API-Limit erhöht.
Fazit
OpenCellID ist ein mächtiges Werkzeug für Technikbegeisterte. Mit Geräten wie dem LilyGO T-SIM kann man Tracker entwickeln, die durch Triangulation stromsparend orten, zur Community beitragen und von erweiterten API-Limits profitieren. So wird das globale Wissen über Mobilfunknetze bereichert – ein Gewinn für alle!
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