Bluetooth – Was ist das?

Bluethooth
Das offizielle Bluetooth-Logo

Heutzutage hat es fast jeder Bluetooth, Smartphone sei dank. Die älteren erinnern sich noch, wie man Musik und Klingeltöne per Bluetooth verschickte, die jüngeren kennen Bluetooth wohl eher durch ihre tragbaren, kabellosen Lautsprecher. Doch was genau ist Bluetooth überhaupt?
Ich will euch einen Einblick verschaffen: Wo kommt Bluetooth her, was ist es überhaupt und was sind Risikien in der Nutzung?

Geschichte:
1994 gründen  die Unternehmen L.M. Ericsson und Nokia einen Zusammenschluss mit einem Ziel: einen drahtlosen Standard zur Datenübertragung entwerfen. Diese Gruppe trägt den Namen ,,Bluetooth“. Die Idee dieser Gruppe findet mit der Zeit großen Zuspruch und die anfangs kleine Gruppierung wächst bis 1999 auf knapp 1000 Mitglieder an.
Die Idee für den Namen ,,Bluetooth“ leitete sich hierbei vom dänischen König Harald Blaatand II. ab, welcher Norwegen und Dänemark durch seine Herrschaft verband. Da die beiden Länder geografisch nicht verbunden sind, fiel der Name für das drahtlose Netzwerk auf eben diesen König.

Technischer Hintergrund:
Die Grundidee hinter der Architektur von Bluetooth besteht in sogenannten ,,Piconetzen“. In diesen Netzen gibt es jeweils einen ,,Master“ und bis zu sieben ,,Slaves“. Der Master stellt hierbei das Gerät dar, welches die Verbindung initiiert. Slaves werden folglich die Endgeräte genannt, die auf den Master reagieren. Die Reichweite der Verbindungen dieser Netze beträgt knapp 10m.
Kommt es nun zum Verbindungsaufbau sendet das Master-Gerät die sogenannte ,,Inquiry“-Nachricht, also eine Anfrage, an alle im Netzwerk befindlichen Geräte, welche zunächst im passiven Modus verweilen. Diese antworten mit ihrer Adresse. Unter den erhaltenen Adressen kann der Master jene auswählen, mit der er sich verbinden möchte. Zur Sicherheit muss dieser jedoch ein vom Slave vorgegebenes Passwort bestätigen.

Gefahren:

Doch so nützlich diese Technologie auch ist, durch unveränderbare PIN-Codes, die man häufig bei alten Geräten vorfindet, können Hacker leicht auf das Gerät zugreifen. Sie verbinden sich mit offenen Bluetooth-Netzten und geben die Standard-PIN-Codes ein.

Durch ,,Bluejacking“ kann ein Endgerät diversen Spam erfahren, durch ,,Bluebugging“ können unerkannt Befehle von Dritten getätigt werden, die das eigene Gerät eine Nachricht versenden lassen, einen Anruf einleiten, …

Dem gezielten Datendiebstahl über Bluetooth ist der Begriff ,,Bluesnarfing“ zugeordnet. Hierbei kann durch Dritte auf Kontaktdaten, Telefonbücher oder sogar auf gespeicherte Nachrichten zugegriffen werden.

Um sich vor möglichen Angriffen via Bluetooth zu schützen bleibt zunächst zu empfehlen, die Schnittstelle ganz auszustellen, wenn man sie nicht nutzt. Außerdem sollte man zur eigenen Sicherheit keine Verbindung mit unbekannten Geräten eingehen und ,,Pairing“ in öffentlichen Bereichen vermeiden. Zudem sorgen PINs mit acht Stellen und einer Kombination aus Zahlen und Buchstaben für mehr Sicherheit im Umgang mit Bluetooth.

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